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Edifier QR65 Desktop-Lautsprecher im Test - Diese Boxen sind so viel mehr als nur ein cooler LED-Effekt

Jede Menge innere Werte trotz auffälliger Schönheit

Edifier ist eine Marke, die immer irgendwie im Hinterkopf da ist, dass sie existiert und Leute auch gute Dinge über sie sagen. Aber mir war nicht bewusst, wie lange es sie schon gibt. Bereits 1996 wurde die Firma in China gegründet und baute für eine Weile alle möglichen OEM-Lautsprecher für Logitech und Creative. Da ich Ende der 90er, Anfang 2000er ausschließlich Desktop-Boxen von diesen beiden hatte, ist die Chance hoch, dass ich Ultima 9, Diablo 2 und Baldur’s Gate 2 über bei Edifier gebaute Boxen lief. Nun, ich glaube, ich lasse jetzt mal Diablo 2 laufen. Über Edifier-Boxen.

Edifier QR65 - Stilvolle Spiegelwelt in LED

Nachdem ich vor fast 10 Jahren zuletzt ein paar aktive Regallautsprecher testete, sind dieses Mal echte Desktops dran, die Edifier QR65. Und sie sind nicht mit meinen Creatives von ´99 vergleichbar, das fängt schon bei Preis von 300 Euro an. Die mit etwas über 15 cm Breite, 22 cm Höhe und 22 cm Tiefe recht handlichen aktiven Boxen sind auf eine fast schon aufregende Art undezent. Eigentlich verabscheue ich ja den RGB-Farb-Wahn auf manchen Gamer-Schreibtischen, aber das, was sich Edifier hier ausdachte… Ich liebe es. Schönheit liegt klar im Auge des Betrachters, manche werden es hassen, ich liebe es absolut! Dieser Beleuchtungseffekt ist der coolste, den ich seit langem gesehen habe.

Es gibt pro Seite einen 3,2-cm-Hoch- und einen 7-cm-Mitten-Tieftöner, die auf einer Art Glasfront sitzen. Ob es dahinter einen cleveren Spiegeleffekt gibt oder einfach nur die umlaufenden LEDs gestaffelt sind, kann ich nicht mit letzter Sicherheit sagen, da ich nicht ins Innere des MDF-Gehäuses komme, ohne ernsthaft was kaputtzumachen. Aber in jedem Fall ist der Effekt, den Edifier „TempoAbyss“ nennt, todschick. Ihr habt an der Seite des aktiven Speakers einen Drehregler zum Durchschalten der elf Lichteffekte und Anpassung der Helligkeit. Der auffälligste Effekt ist der, der den Musikausschlag anzeigt. Manche sind sehr dezent und ändern nur die Farben langsam, wieder andere machen mehr Action. Sicher, es ist Show, es hat keinen akustischen Wert, aber so cool sahen Boxen selten aus. Vor allem wirkt der Effekt nicht „billig“. Es ist keine dieser gewollt, aber Budget war nicht da LED-Spielereien, das hier kann man vorzeigen. Und vor allem kann man es abschalten. Ich las in frühen Tests, dass man die LEDs nicht abschalten könne, aber das stimmt schlicht nicht. Einfach die Helligkeit ganz nach unten drehen und die letzte Position ist aus.

Zur Einordnung: Links ist ein 27" Monitor. (Edifier QR65 Test)

Aber nicht nur der LED-Effekt, alles an den Edifier QR65 wirkt hochwertig und mit einem gewissen Stilbewusstsein verarbeitet. Das Kunstleder um das MDF ist haptisch gelungen und visuell dezent, der graue Rahmen um das Glas vorn fasst die Front gut ein und die simplen Alu-Stützen runden den Look ab. Aber es ist auch eine chinesische Firma und deshalb konnten sie sich den Spruch nicht sparen. „A Passion for Sound“ verkündet eine kleine Alu-Plakette hinten an der Seite des aktiven Speakers – die passive Seite blieb verschont – und leider auch vorn an den Fronten der Alu-Stützen. Hätte jetzt nicht gemusst, Abzug in der C-Note. Das Staubtuch liegt übrigens nicht umsonst dabei. Dass die Glasfront sehr empfindlich für Fingerabdrücke ist, ist nicht schlimm, so oft greift man da nicht hin. Aber leider zieht sie Staub an und der wird nun auch noch rückwärtig ausgeleuchtet. Gelegentlich mal tupfen kann nicht schaden, denn eine Frontabdeckung gibt es nicht.

Edifier QR65 - Aufbau, Anschlüsse, Steuerung, App

Nach so viel Äußerlichkeiten geht es ins Innere und hier zeigt sich ein cleverer Aufbau, der einer ambitionierten Klein-Box im mittleren Preisrahmen würdig ist. Es gibt ein Zwei-Kammer-System, das den vorderen und hinteren Bereich innen trennt. Zwischen diesen befindet sich eine gewundene Bass-Reflex-Röhre, die den Druck entsprechend lenkt und die Luft-Resonanzen in dem kleinen Raum unter Kontrolle hält. Das ist ein durchaus üblicher Aufbau, hier ein wenig gewundener, um mehr Druck in dem winzigen Gehäuse aufzubauen.

Im Dunkel nactürlich besonders auffällig und schick. (Edifier QR65 Test)

Allzu viel Druck ist es aber am Ende trotzdem nicht. Die Edifier QR65 können sehr viel, aber wirklich laut, das können sie nicht. Sicher, mehr als laut genug, um euch aus einem Meter Entfernung auf einem Schreibtisch die Ohren wegzublasen, aber für eine Partykeller-Beschallung reicht es nicht. Da sollte wenigstens ein Subwoofer zusätzlich ran, für den gibt es einen Ausgang an der aktiven Seite. Mit 15-Watt-Hochtöner und 20-Watt-Mitten-Tief-Töner stellt das Paar hier keine Rekorde auf. Aber dafür sind sie nicht gedacht und wenn ich arbeite und Musik höre, Serien schaue oder mal nicht mit Headset spiele, sondern die Boxen laufen lasse, habe ich sie noch nie auf Maximum lange laufen lassen. Wäre mir auf die Distanz zu laut.

An Eingängen findet sich ein USB-Port, ein Line-In und es gibt auch Bluetooth. Das Kabel zum passiven Lautsprecher ist ein 7-Pin-DIN-Kabel, wenn euch die 1,5 Meter zu kurz sind, kostet ein längeres nicht viel (10 – 15 Euro für 3-5 Meter). Es gibt einen Power-Schalter, um den Stand-by auf 0 zu senken, sonst liegt der bei 0,2 Watt. Eine Besonderheit und ein echtes Feature sind die zusätzlichen USB-Ports, ein A und zwei C, an der Rückseite. Hier könnt ihr Geräte aufladen oder auch betreiben, maximal 65 Watt werden an USB-C geliefert, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist, 60 Watt über A. Steckdosen einsparen ist nie schlecht und die Anschlüsse auf dem Desktop als Option zu haben ein tolles Feature, mit dem so nicht jeder aufwarten kann.

Die Front spiegelt nur im direkten Gegenlicht etwas aufdringlicher. (Edifier QR65 Test)

An der Seite habt ihr dann noch ein paar Bedienfunktionen. Da wäre besagter Regler für die Art und Stärke der Lichteffekte, ein Lautstärkeregler mit Stummschaltung und der Powerknopf. Wie alles an den Edifier QR65 sind diese exzellent verarbeitet aus Aluminium und die Haptik ist ausgezeichnet. Das Einzige, was fehlt, ist eine Balance-Regelung, die sich leider auch nicht in der Bluetooth-App findet. Diese funktioniert nur über Android und iOS, es gibt leider keine für den PC. Das ist etwas schade, da den PC über Bluetooth statt USB zu verbinden nicht so abwegig sein dürfte. Vielleicht kommt da irgendwann noch was seitens Edifier.

Die Edifier ConneX App lässt außer einer Balance-Steuerung nicht viel vermissen. Die einzige Macke, die ich finden konnte, ist, dass die Boxen auf Bluetooth stehen müssen, damit sie sich verbindet. Danach könnt ihr in der App die Quelle wechseln und alle Funktionen weiter nutzen, aber wenn ich Musik über Line-in höre und was mit der App machen will, muss ich erst an der Box umschalten. Seltsam und etwas nervig. Sonst habt ihr in der App, wie gesagt, die Quellenwahl, einen eher rudimentären Equalizer, die Lautstärke natürlich und alle Optionen der LED-Effekte auf einen Blick zum Auswählen, was sehr viel bequemer ist als das Durchschalten am Gerät. Außerdem könnt ihr hier auch eigene Farbmischungen definieren und mit Effekten verbinden.

Edifier QR65 - Klangtest Musik

Dass die QR65 es nicht so mit der Lautstärke haben, erwähnte ich bereits, aber was sie können, das ist ein ausgewogenes, klares und dynamisch aktives Soundbild zeichnen. Ich hatte zuletzt ein paar sehr neutrale Monitor-Boxen ähnlicher Preislage hier stehen, die waren mir etwas zu kalt. Die QR65 haben ähnliche Qualitäten und eine sehr präzise Abmischung, aber mit mehr Wärme und ein wenig mehr Fülle. Im Hinblick auf Räumlichkeit könnten sie mehr glänzen, aber bei den Distanzen, auf die man sie in der Regel stehen hat, ist das nicht so wild. Auf dem Schreibtisch lässt sich das Stereodreieck einfacher präzise ausrichten und dann passt das gut. Lediglich ab etwa dreiviertel der maximalen Lautstärke verschiebt sich das Bild zu sehr in die Höhen und Mitten, da einfach nicht genug Bassvolumen drinsteckt. Wer aber bei Zimmerlautstärke plus ein wenig extra bleibt, dem wird hier nichts fehlen.

Die Regler selbst sind leider Plastik, aber wenigstens von der haptisch hochwertigen Sorte. (Edifier QR65 Test)

Bei Bluetooth machen sich ganz klar die HiRes-Codecs bemerkbar. Dank LDAC können 24/96 gestreamt werden. Hier macht sich das Tidal- statt Spotify-Abo sofort bemerkbar. Das gilt natürlich auch für USB, Files und Streams bis zu dieser Qualität werden verlustfrei vom DAC akzeptiert. Bei Opeths Windowpane zeigen die QR65 bei der Gitarre ab Minute 3:20 ihre Stärken in Sachen Auflösung und Klarheit. Punktgenau ziehen sich die Läufe auch dann noch, wenn die Spuren sich langsam übereinanderlegen und wieder trennen. Der ganze Aufbau dieser Passage entfaltet sich im Raum über eurem Schreitisch. Auch der Aufbau der zweiten Hälfte von Dire Straits Telegraph Road zeigt, dass die QR65 genug Subtilität für die ersten zarten Zupfer mitbringen, dann aber auch die Kraft und Genauigkeit haben, um dem Tempo und den sich überlagernden Sound zum großen Finale hin zu folgen. Lediglich der Donner könnte am Ende härter rollen, manchmal müssen Boxen einfach größer sein.

Unten seht ihr, wie die Ladung von 65W maximal sich bei mehr angeschlossenen Geräten am Charger verteilt. (Edifier QR65 Test)

Aber es ist keineswegs so, dass die QR65 keine Bässe können. Das zeigt sich beim Genre-Wechsel zu Massive Attacks Unfinished Sympathy. Die trippigen Bässe würden sicher von einem Sub profitieren, aber für eine gehobene Arbeitsatmosphäre reichen diese hier mehr als aus. Sie lassen den Tisch leicht vibrieren und harmonieren gut mit den Stärken der Höhen, wenn es zu den Streichern in Richtung Ende geht. Jamiroquais Space Cowboy bringt dann schön die Raumabdeckung zur Geltung, während die leichten Jazz-Elemente elegant um den Bass herumschwimmen.

Ein wenig Sorgen hatte ich beim Line-in, da dieser bei einem so digital ausgerichteten Gerät oftmals eher als Alibi verbaut wird. Also schloss ich den Audio Technica LP120 an, den man als Plattenfreak als Drittplayer eben so auf dem Tisch stehen hat. Und hier zeigt sich, dass die QR65 eine Eigenschaft von teurem Hi-Fi mitbringen, zumindest bis zu einem gewissen Grad. Der LP120 hat jetzt nicht den tollsten Vorverstärker verbaut – kein Wunder beim Preis des Players – und diesen etwas dünneren, unfokussierteren Sound reproduzierten die QR65. Deutlich vergebener noch als es meine Stereoanlage tun würde, aber man spürte schon das elektronische Schulterzucken, das kommt, wenn die Quelle nicht da ist und man als gewissenhafte Box wiedergibt, was da ist. Wie gesagt, die QR65 sind keine Monitor-Boxen. Selbst diese Quelle mit einer simplen Nadel hatte noch genug Kraft, die ob der freundlicheren Abmischung des Boxensounds mitgegeben wird. Der, den gute Desktop-Boxen haben sollten, um auf kleinen Raum und aus kleinem Gehäuse herauszuholen, was geht. Aber die Bose-Turbo-Bass-Rolle ist da im Schnitt vergebender als die QR65 mit ihren HiFi-Aspirationen. Ist nicht negativ gemeint, sollte man nur im Hinterkopf haben.

Ich hab die Boxen extra in die dunkelste Ecke des Kellers geschleppt, nur für euch. (Edifier QR65 Test)

Dass die Ambitionen nicht von ganz ungefähr kommen, zeigte der Wechsel zu einem hochwertigen Pro-Ject Vorverstärker und Garoads subtil wirkenden Soundtrack zu VA11 HALL-A. Bei diesem hat man häufig das Gefühl, dass die Party im Nebenraum stattfindet und man selbst irgendwo im Limbo zwischen Chill-Area und Tanzfläche verloren ging. Die QR65 arbeiten diese Nuancen der Abmischung gut heraus, die Bässe weit im Hintergrund sind genau da, wo sie bei diesen übersichtlichen Lautstärken hingehören. Just for Fun, mal gucken, was eine Aufnahme tut, die angesichts des Setups wahrscheinlich etwas beleidigt ist, aber da muss die Vanilla Sky Aufnahme von Classic Records jetzt durch. Afrika Shox zeigt die Reaktionsfreude der QR65 wunderbar, die harten, schnellen Basslinien stören nicht den Aufbau der Ambience-Melodie und der elektronische Sprechgesang bringt es auf den Punkt nach Hause. Das verträumte Elevator Beat zeigt noch einmal gut, dass die QR65 auch ein Gespür für Leichtigkeit und Raum haben. Die Mittenreproduktion kann sich wirklich sehen lassen.

Edifier QR65 - Klangtest Film und Games

Zeit für Film und Spiel und das läuft über USB. Von vornherein muss man natürlich sagen, dass kein Stereo-Set mit modernen 3D-Headsets in einem vergleichbaren Preisbereich mithalten kann. Selbst ein 150-Euro-Headset gibt euch bei Surround-Emulation heute mehr und ist nicht mit dem vergleichbar, was vor 10 Jahren als 7.1 verkauft wurde. Aber das realistische Szenario hier ist eher die TV-Serie, die man am Schreibtisch nebenbei laufen lässt und da schlagen sich die QR65 wunderbar. Die vierte Staffel von The Boys hat genug absurde Action und spontane Gewaltausbrüche, die mich unterhalten, aber nicht stören, denn hier entpuppt sich die relative Bassschwäche als für die Hörsituation ausgewogene Abmischung. Genug, um Spaß zu machen, nicht so viel, dass es stören würde und man zum Bassregler in der App greift.

Es zeigt sich aber auch die vielleicht einzige Schwäche im Sound, die mich etwas überraschte: Manchmal, nicht immer, nicht bei jedem Spiel oder jeder Serie, gibt es eine ganz leichte Verzerrung bei Sprache. Mir fiel es zuerst bei Goliath auf, auch, weil Billy Bob Thornton eine sehr markante Stimme hat, bei der ich vielleicht Veränderungen leichter wahrnehme. Dann bei Black Rain in der deutschen Synchro, wiederum sehr markante und gut bekannte Stimmen, die ein ganz klein verzerrt klangen, wenn man genau hinhörte. Bei For Those About To Die merkte ich nichts, auch nicht in der Gegenprobe mit Kopfhörern und Hopkins Stimme ist jetzt ja auch nicht unvertraut. Ebenso Mayor of Kingstown, keine Probleme. Ich weiß nicht, ob es was rein Subjektives ist, aber andere Artikel erwähnen etwas Ähnliches, also ist es vielleicht eher eine ganz bestimmte Frequenzlage. Es ist jetzt wirklich nicht dramatisch und wenn ich für den Test nicht sehr genau hinhören würde, wäre es mir vielleicht nie wirklich aufgefallen, also lasst euch nicht davon abschrecken.

Die ConneX App istz gut ausgestattet und zeigt sogar die Ladeleistung am USB-Charger an. (Edifier QR65 Test)

Beim Spielen zeigte sich der Effekt eigentlich nie und die Boxen lieben direkte Stereo-Sounds in Spielen, die nicht komplett auf zu hohe Räumlichkeit abzielen. Dementsprechend funktioniert ein Prince of Persia: Lost Crown besser als ein Assassin’s Creed: Valhalla. Nicht, dass es schlecht klingen würde, aber das sind halt die Spiele, für die Atmos und Co. gemacht wurde. Aber etwas wie Blasphemous oder Dead Cells kommt knackig, präzise und mit echter Spielfreude daher. Der Castlevania-Mix aus Dead Cells wird mit den QR65 praktisch gefeiert, die Effekte sitzen exakt und haben den nötigen Punch. Man kann einfach nicht genug Dead Cells spielen.

Was es noch gibt - Alternativen zum QR65: Die Auswahl an Desktop-Boxen und groß und weit, es ist praktisch unmöglich alle zu kennen, daher hier ein paar Alternativen, die selbst schon hörte. Weniger schick und etwas teurer (etwa 400 Euro) kommen die Nubert A-125 Pro daher, haben keine Ladestation oder App-Steuerung, aber einen optischen Eingang, eine Fernbedienung und etwas mehr Bass-Punch und Lautstärke. Noch mal deutlich kleiner in den Abmessung – 10 x 15 cm an der Front, 13 cm tief –, aber fast gleich im Preis sind die Kanto YU2. Die bieten leider kein Bluetooth und auch sonst wenig Spielereien, aber USB und klingen für ihre Größe phänomenal. Kosten auch 300 Euro und sind definitiv die Boxen der Wahl, wenn echt kein Platz da ist. Wenn das Geld knapper ist, dann hat Edifier mit den R1850DB ein paar sehr anständige Boxen für um die 160 Euro im Angebot. Die Abmessungen sind ein paar Zentimeter größer als die QR65, klingen weniger rund und sauber ausgesteuert mit einem Hang zu leicht dumpf im Vergleich. Aber trotzdem, für die Hälfte des Geldes bekommt man immerhin zwei Drittel bis drei Viertel des Sounds, auch wenn sie nicht so schick sind.


Ihr könnt die Edifier QR65 zum Beispiel bei Amazon.de oder Otto.de bestellen, der Preis ist ca. 300 Euro.


Edifier QR65 Test Fazit

Die Edifier QR65 kamen als echte Überraschung. Ich ging davon aus, dass der Lichteffekt im echten Leben nie so cool aussieht wie auf den Bildern, aber er sieht sogar besser aus. Ich dachte, dass der Sound ja nicht so dolle wird, wenn man so viel LED-Spielchen macht, aber weit gefehlt. Die QR65 bieten einen sehr ausgewogenen Klang mit exzellenter Aussteuerung, decken gut den Raum ab, für den sie gedacht sind – sprich einen Schreibtisch plus etwas extra – und sehen gut aus, wenn sie das tun. Ich gebe zu, selbst als Anti-Fan von LED-RGB-Spielereien sehen die Spiegelkünste des QR65 einfach cool aus. Dazu kommen alle Anschlüsse, die man normalerweise so benötigt, die nette App, ein Dreier-Power-Charger-Ausgang extra und noch eine tadellose Verarbeitung. Sicher, für echten Bass braucht es dann doch den Subwoofer, aber es gibt den Ausgang dafür. Kleinste Schwächen in der Sprach-Aussteuerung sind vielleicht da (ich bin mir immer noch nicht ganz sicher) und eine PC-BT-App sollte besser in der Mache sein, um das Paket final abzurunden. Aber davon abgesehen bin ich angetan, wie die Edifier QR65 aussehen, begeistert, wie sie gebaut sind und hingerissen, wie sie klingen.

Edifier QR65 Desktop Lautsprecher
PROCONTRA
  • Erstaunlich guter Klang, sehr kompetente und ausgewogene Wiedergabe
  • Eignet sich für praktisch alle Medien und Genres im Rahmen eines Schreibtischs
  • Hochwertige Verarbeitung in kleinem Format
  • Hi-Res-Sound über USB und BT 5.1
  • Endlich mal ein LED-Effekt, der interessant aussieht!
  • Einfache Steuerung über Regler und App
  • App nur auf Android und iOS, eine PC-App gibt es nicht
  • Manchmal leichte Verzerrung bei Sprache
  • Motivationsschriftzüge müssen nicht sein

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